Nachdem ich eine Reihe von Fantasy-Büchern verschlungen habe, stand mir der Sinn mal wieder nach einem „richtigen“ Buch! Seit einiger Zeit steht der Roman „Liebespaarungen“ von Lionel Shriver in meinem Regal. Nachdem ich es immer wieder in die Hand genommen und dann doch zurück gestellt hatte, habe ich mich nun durchgerungen es endlich zu lesen. Diese Entscheidung habe ich nicht bereut, denn ich habe es regelrecht verschlungen!

Auf dem Buchrücken steht nur eine Kurzbeschreibung:

Irina McGovern kann sich ein Leben ohne den klugen, geistreichen und verlässlichen Lawrence nicht vorstellen – auch wenn die Leidenschaft ihrer Liebe mit den Jahren abgeflaut ist. Doch als Irina sich der überwältigenden Anziehungskraft von Ramsey hingibt, verändert ein Kuss ihr Leben, und ein Spiel mit zwei Wirklichkeiten beginnt …

Gut, dies gibt einen kurzen Ausblick, allerdings geht es hier meiner Meinung nach um viel mehr!

Irina McGovern ist Kinderbuchillustratorin und gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Lawrence aus den USA nach London gezogen. Durch ihre Tätigkeit als Kinderbuchillustratorin freundet sich Irina mit Jude, einer Kinderbuchautorin an. Diese ist mit dem Snooker-Spieler Ramsey verheiratet. Beide Paare treffen sich gelegentlich zu gemeinsamen Abendessen. Für Lawrence – ein Snooker-Fan – sind diese gemeinsamen Abendessen ein Highlight, da Ramsey in Snooker-Kreisen eine Berühmtheit ist. So ermutigt er Irina immer wieder zu diesen Verabredungen. Auch als sich Jude von Ramsey scheiden lässt, treffen sich Irina und Lawrence weiterhin mit Ramsey an seinem Geburtstag. In einem Jahr ist Lawrence beruflich verhindert und drängt Irina trotzdem, sich mit Ramsey zur treffen. An diesem Abend spaltet sich Irinas Leben in zwei Wirklichkeiten. Wie die folgenschwere Entscheidung Irinias ihr Leben in die eine bzw. in die andere Richtung trägt, teilt sich ab hier auch das Buch. Fortan gibt es jedes Kapitel zwei mal. Die eine Variante erzählt vom gemeinsamen Lebensweg Irinas mit Lawrence, die andere Variante schildert das Leben mit Ramsey. Markante Ereignisse bleiben in beiden Varianten gleich, durch die unterschiedlichen Lebenswege wirken sich die Ereignisse jedoch ganz unterschiedlich aus.

Nach beenden des Buches hat die Geschichte lange in mir nachgeklungen. Sollte es so sein, das unser Leben wie eine Reise auf einer Landkarte verläuft und nur der Start- und der Endpunkt vorgegeben sind? Wir entscheiden lediglich, welchen Weg wir einschlagen, an welcher Gabelung wir nach rechts oder links abbiegen um ans Ende zu gelangen. Je nachdem, für welche Richtung wir uns entscheiden, verläuft unser Leben eher ruhiger oder aufregender….

Hier findet ihr übrigens die Bücher, die ich euch schon vorgestellt habe:

 

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