Ihr kennt das sicher auch: Samstag Nachmittag, schnell noch in den Supermarkt und dann an der Kasse anstehen. Ich weiß ja, das die Ständer bei der Kasse mit voller Absicht da stehen! Ich weiß auch, das ich diese Dinge nicht wirklich brauche. Ich weiß auch: ich neige zu Impulskäufen!

Aber diesmal bin ich stark geblieben! Naja, so halb. Diesmal stand neben der Kasse ein Regal mit Plüschtieren, so ca. jeweils 30 cm groß. Es gab einen Hund mit Schlappohren, einen Elefanten und ein Schweinchen. Alle hatten einen „Press-Button“ am Fuß. Kennt ihr auch die Magie von diesen Buttons? Man weiß genau: wenn man drückt kommt irgendein lautes Geräusch oder Musik. Man weiß auch: alle anderen Kunden werden einen anstarren! Und weil ich das alles genau weiß drücke ich diese Buttons nur, wenn a) niemand in der Nähe ist oder ich b) ganz schnell verschwinden kann um dann so zu tun als wenn ich es nicht gewesen wäre. Das macht ihr doch bestimmt genauso, oder? Aber ich stand ja an der Kasse. Vor mir 3 Kunden und hinter mir 5 Kunden. Ich war also umzingelt. Das Problem war: es ging einfach nicht voran und um mich herum genervtes Gemurmel. Nachdem ich x Mal zu den Plüschies geschielt habe, hielt ich es nicht länger aus. Meine Hand schoss vor und drückte den erstbesten Button. Es war der Hund. Mit tiefer und sehr lauter Stimme sang er „Under the Boardwalk“! Ich zog schuldbewusst den Kopf ein, ich konnte mich ja nirgends verkriechen. Dann aber ist es passiert: die Dame hinter mir begann zu kichern und meinte zu mir, sie wäre auch schon eine Weile versucht gewesen einen der Button zu drücken. Der Herr hinter ihr pfiff fröhlich die Melodie mit, die Dame vor mir begann zu schunkeln. Irgendwo weiter hinten summte jemand recht laut und irgendwer – ich schwöre, ich war es nicht – drückte auch noch die anderen Buttons. Fröhliches Gelächter in der ganzen Schlange und ein Kassierer, der lächelnd mit dem Finger drohte und meinte: „Nicht alle auf einmal drücken!“ Als ich dann schließlich gutgelaunt meine Einkäufe aus dem Laden trug, konnte ich hinter mir immer noch fröhlich summenden Kunden hören.

Warum ich euch das erzähle? Weil man manchmal eben doch seinem inneren Kind folgen sollte. Dies kann nämlich ganz ungeahnte Folgen haben – in diesem Fall hatten ein paar Leute trotz Schlange stehen gute Laune! 🙂

plüschies
dinoboy / Foter / CC BY-NC-ND
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