Wünsche an das Universum oder: Typisch Beverley!

In den letzten Wochen habe ich einige Bewerbungen verschickt. Ich hätte gern einen neuen Job! Da war diese Anzeige, die ich ganz interessant fand. Also habe ich auf diese und noch zwei andere Anzeigen reagiert und meine Unterlagen verschickt.

Es hat dann auch nicht lange gedauert und ich bekam einen Anruf von der Personalabteilung: Einladung zum Vorstellungsgespräch! Hurra! Also noch mal schnell gucken welche Firma das war und Informationen als Vorbereitung zusammen getragen. Dabei war ich mir dann nicht mehr so ganz sicher, ob ich dort wirklich arbeiten möchte. Dass lag aber weniger am Unternehmen, sondern an den Themen…. Egal, erstmal zum Vorstellungsgespräch und mal hören, was die mir da so erzählen. Der Termin rückte näher und trotz Aufregung bin ich nach wie vor der Meinung, das Gespräch recht souverän geführt zu haben. Zu Hause angekommen, habe ich alles erstmal sacken lassen und irgendwie konnte ich mir dann doch vorstellen dort zu arbeiten. Kurze Zeit drauf klingelte mein Telefon erneut: Einladung zum zweiten Gespräch! Huh! Jetzt wird es aber ernst. Spätestens an dieser Stelle sind sonst immer die Absagen eingetroffen. Diesmal also eine Runde weiter. Nach der ersten Euphorie habe ich mir dann vor Augen geführt, dass ich ja sicher nicht die einzige Bewerberin bin, die es in die zweite Runde geschafft hat und da sicher noch mindestens fünf weitere Bewerber den gleichen Anruf erhalten hatten wie ich. Also noch mal an den Computer zum schlau machen. Was kommt bei einem zweiten Bewerbungsgespräch alles auf einen zu? Werden jetzt die richtig fiesen Fragen gestellt? Als ich am Mittwoch, eine Woche später, in meinem zweiten Termin sass war ich noch aufgeregter als beim ersten! Ich war noch nicht mal in der Lage mir selber Wasser in mein Glas zu gießen, weil meine Hände so sehr gezittert haben. Was man sich nicht alles einreden kann! Es ging aber auch ohne trinken, denn ich war so hoch konzentriert, dass ich daran gar nicht gedacht hatte. Fiese Fragen wurden auch nicht gestellt und nach Ende des Gespräches wurden mir dann noch die Räumlichkeiten gezeigt. Ich war begeistert! Man würde sich bis spätestens Ende der kommenden Woche bei mir melden. Den Rest des Tages ging mir dieses Gespräch nicht aus dem Kopf und viele Dinge kamen mir in den Sinn, die ich vielleicht doch noch hätte erwähnen können. Am Donnerstag habe ich dann in unregelmäßigen Abständen immer intensiv an das Universum gewünscht: „Bitte lass sie sich für mich entscheiden!“ Gegen Abend habe ich es dann mit positiver Suggestion probiert. Ich habe mir vorgestellt, wie ich meinen Arbeitsvertrag unterschreibe, wie ich in meinem neuen Büro sitze usw. Das kennt ihr ja vielleicht. Man muss nur stark genug glauben, dann wird es auch geschehen! Na denn man tau!

Wünsche an das Universum
Wünsche an das Universum

Freitag war ich dann zum frühstücken mit einer lieben Freundin verabredet. Diese hat mir, nachdem ich sie auf den aktuellen Stand gebracht hatte, geraten,  meine Wünsche an das Universum auch los zulassen! Gesagt getan. Wir haben das Thema gewechselt und nachdem sie mich dann später in einer Boutique als Modepuppe einem permanenten Klamotten wechsel unterzogen hat, war das bangen um eine positive Antwort auch erstmal vergessen. Mit einem neuen Outfit in der Tasche ging es dann nach Hause und dort war ich dann auch schon wieder im Stress, da ich für abends verabredet war. Bevor ich mich mit meinen Freundinnen traf, noch schnell zum tanken und dann los. An der ersten roten Ampel kam mir dann in den Sinn mal auf mein Handy zu gucken. Das habe ich nämlich meistens auf lautlos und da ich gegen Mittag das letzte mal nachgesehen hatte, hielt ich es für eine gute Idee. Nicht das die Mädels den Treffpunkt geändert, oder gar abgesagt hatten! Nein, abgesagt hatte niemand. Dafür hatte ich einen verpassten Anruf um 13 Uhr. Das war, als ich grade im Shopping-Fieber war. Eine Nachricht auf der Mailbox gab es auch und, wie könnte es anders sein: es war die nette Dame aus der Personalabteilung die bei den beiden Vorstellungsgesprächen dabei war. Sie wäre noch bis 18 Uhr im Büro und würde sich über meinen Rückruf freuen. Sollte ich sie nicht mehr erreichen würde ich sie ab Montag wieder erreichen können. Ich also bei nächster Gelegenheit rechts ran gefahren und zurück gerufen. Sie war dann doch schon etwas früher in das Wochenende gegangen. Und ich? Ich bin dann ziemlich verwirrt bei meinen Mädels aufgeschlagen und habe ihnen die Nachricht vorgespielt. Beide waren ganz klar der Meinung: Du hast den Job! Soviel also zu Wünschen an das Universum und das loslassen danach!

Am Wochenende war mit mir nicht viel anzufangen, da ich mit den Gedanken bei meinem Telefonat am Montag war. Ich habe mir wirklich noch nie an einem Freitag Abend den Montag Morgen herbei gewünscht! Kurz nach neun Uhr am Montag habe ich dann meinen Mut zusammen genommen – ich war zwischenzeitlich ein Wrack – und rief zurück: Ja, ich habe eine Zusage bekommen, Hurra! Ein kleiner Dämpfer wurde mir dann aber doch noch verpasst. Mir sagte jemand, das ich den Vertrag ja noch nicht unterschrieben habe und bis dahin noch einiges geschehen kann. Toll! Jetzt schaue ich also jeden Tag hoffnungsvoll in den Briefkasten. Bisher ist noch kein Vertrag da, aber heute habe ich eine Email erhalten: der Vertrag ist jetzt in der Post! Zum nächsten Ersten starte ich neu durch und ich freu mich wahnsinnig.

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  1. Conny sagt:

    LOSLASSEN heßt das große Zauberwort! Was natürlich immer leichter gesagt als getan ist. Freu mich für dich, dass alles so gut geklappt hat. Alles Liebe und teu teu teu für einen guten und erfolgreichen Start!
    Conny

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